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Mittwoch, 1. Mai 2013

Angkor Wat, Kambodscha

So, unser zweiter Tag in Siem Reap und auch der zweite Tag, an dem wir uns die Tempelklatsche gegeben haben... Los ging's morgens um fünf mit der Abholung durch unseren Tuktuk-Fahrer Hei, dessen Name 'glücklich' bedeutet, weshalb er auch 'Mr. Lucky' genannt wird. Wenn man schon mal hier ist, sollte man sich unbedingt zumindest einmal den Sonnenaufgang in Angkor Wat angesehen haben heißt es überall - und da haben wir uns dann auch mal dafür etwas früher aus dem Bett gequält. Und es hat sich gelohnt, denn es war ein sehr schöner Sonnenaufgang. 

Angkor Wat, der größte und älteste Tempel in Angkor beim Sonnenaufgang

Danach sind wir noch 'ne gute Stunde durch Angkor Wat geturnt und haben dann aber einstimmig beschlossen, dass wir zu müde für noch mehr Tempel sind und haben uns ins Hotel zurückfahren lassen. Es bringt ja doch alles nix, wenn man vor Müdigkeit die Kamera nicht mehr halten kann ;-)

So sieht Angkor Wat in der ersten Stunde nach Sonnenaufgang aus

Und so.
Nachmittags um drei stand Hei dann wieder vor der Tür, um uns - guess what! - nach Angkor Wat zu fahren, da warten ja schließlich noch verschiedene Tempel und ein Sonnenuntergang auf uns! Also sind wir zuerst nochmal nach Angkor Wat gefahren, in der Hoffnung, dort noch ein paar gute Fotos bei interessanterem Licht schießen zu können, wurden allerdings enttäuscht, da es quasi gar kein Licht gab. Aber einige buddhistische Mönche, die sich als Farbkleckse ja auch in Schwarz-Weiß-Bildern sehr gut machen...



Danach sind wir zur 'Elefanten-Station' am Phnom Bakheng gefahren, um auf einem Elefanten auf eben jenen Phnom Bakheng zu reiten, von wo aus man einen tollen Sonnenuntergang über Angkor Wat sehen können soll. Als wir morgens dort waren, um uns wegen der Elefanten-Reiterei zu erkundigen, wurde uns gesagt, dass wir spätestens um 16:00h dort sein sollen, weil man den Sonnenuntergangs-Ritt nicht vorbuchen kann und die Nachfrage sehr groß sei. Pustekuchen. Wir waren um Punkt vier dort und saßen fünf Minuten später auf unserem Dickhäuter und waren um zwanzig nach vier auf dem Berg. Und dort war es extrem langweilig, so sehr, dass wir dort nicht zwei Stunden bis zum Sonnenuntergang verbringen wollten. Und Angkor Wat konnte man auch nur in der Ferne ausmachen. Und nach einem guten Sonnenuntergang sah es auch nicht aus. Und selbst der langweilige Sonnenuntergang wäre nicht mal in der Nähe von Angkor Wat gewesen, sondern auf der anderen Seite. Und viel zu voll war es außerdem.
Unser Elefant, ich habe ihn für mich 'Oberst Hathi' getauft


Angkor Wat mit 300 mm Brennweite rangezoomt
Wir haben also beschlossen, uns quasi sofort wieder an den Abstieg zu machen, um uns unten einen besseren Ort für den Sunset zu suchen, vielleicht mit Angkor Wat im Vordergrund, anstatt in der Ferne? Wir haben dann auch den richtigen Ort gefunden, aber der Sonnenuntergang hat tatsächlich nicht wirklich viel hergegeben, weshalb ich das letzte Bild etwas 'pimpen' musste:


Erwähnenswert wäre noch, dass unser Elefanten-Lenker während des Rittes auf einem Blatt verschiedene Melodien gepfiffen hat, mein Favorit war 'Jingle Bells', was ja nun so richtig gut zu Ende April, 32° Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von deutlich über 70% passt ;-)

Sonntag, 21. April 2013

Exmouth, Western Australia, Australien

18 Jahre ist es her, dass ich zum ersten Mal von der Möglichkeit gehört habe, mit Walhaien zu schwimmen/schnorcheln. Und zwar am Ningaloo Reef in Exmouth. Und seitdem habe ich mir immer wieder gesagt "Irgendwann machst du das mal". Als wir dann nach NZ gegangen sind, habe ich gedacht, dass wir ja eventuell mal von dort aus einen Westaustralien-Urlaub machen würden - aber es hat sich irgendwie nie ergeben. Also musste es in unsere Rückreise eingebaut werden, weil wir wohl so bald nicht wieder in diese Ecke der Welt kommen werden...

"Exmouth ist ein Seebad  in der Grafschaft Devon an der Mündung des River Exe. Es hatte im Jahre 2001 32.792 Einwohner und gehört zum Distrikt East Devon."  So steht es in Wikipedia - und beschreibt das Exmouth in England. Das in Australien ist gaaanz anders. Keine 2000 Einwohner, 150km von der nächsten Ortschaft (oder nennen wir es lieber 'Ansiedlung', denn ein richtiger Ort ist Coral Bay auch nicht...), Emus auf der Hauptstraße - ein Kaff am Ende einer Halbinsel, umgeben von rotem Staub, dem Cape Range National Park und dem Meer. Und dort liegt das Ningaloo Reef. Und da sind die Walhaie, jedes Jahr von April bis Juli.

Ansonsten gibt es dort noch die Marinefunkstelle Harold E. Holt, die Teil eines globalen Antennennetzwerkes mit vier Stationen ist, über welches die Amis mit ihren U-Booten kommunizieren. Dazu wurden bei Exmouth 13 Masten aufgestellt, die eine Netzantenne tragen. Tower Zero, der Mittelpunkt der zwei Kreise aus Masten, ist der höchste.


Auf dem Foto sehen sie garnicht so hoch aus, oder? Das liegt aber nur an der fehlenden Referenz, ganz unten hab ich das selbe Foto nochmal gepostet - diesmal allerdings mit einem Gebäude einmontiert, das Ihr alle kennt. Und da sieht man dann, wie hoch die Masten sind...

Um nach Exmouth zu kommen hatten wir eine Horror-Anreise von 20 Stunden von Hotel zu Hotel: Los ging's Samstagnachmittag um Viertel vor Fünf mit dem Transfer vom Hotel in Kuching zum Flughafen, Abflug 18:40h nach Kuala Lumpur. Dort angekommen hatten wir zweieinhalb Stunden Übergang bis zum Weiterflug nach Perth, Ankunft Sonntagmorgen 6:00h. Weiter ging's dann um halb zehn nach Learmonth, wo wir um 11:50h gelandet sind. Dann noch der Transfer zum Hotel in Exmouth - und schwups, schon waren wir da. Leider ließ sich der Abstecher nach Exmouth nicht anders einbauen, wir mussten ja schließlich warten, bis die Walhaie auch hier sind, sonst hätte es ja überhaupt keinen Sinn gemacht...

Unsere Unterkunft war in Ordnung und für westaustralische Verhältnisse quasi ein Schnäppchen. Die Lage außerhalb des Ortes ist vielleicht ein bißchen problematisch, man braucht eigentlich unbedingt einen Leihwagen, außer für die Tage, an denen man auf organisierten Touren ist.


Montag sind wir dann mit Ningaloo Blue rausgefahren um die Walhaie zu sehen - und das haben wir auch, die meisten von Euch werden schon das Video gesehen haben... Es war ein großartiges Gefühl, einem Walhai in seinem Element zu begegnen, ganz anders - und viel besser - als sie im Aquarium zu sehen. Wir haben zwar eigentlich nur einen Walhai gesehen, ein junges Männchen, ca. 5-6 Meter lang, den dafür aber immer wieder. Ich war bestimmt sieben, acht mal mit ihm im Wasser.


Es war großartig. Die Tour war jetzt nicht wirklich preiswert, aber das dies eine 'Once in a Lifetime'-Experience ist UND ich es schon so lange machen wollte, darf man da nicht kleinlich sein. Es war das Geld auf jeden Fall wert, zumal Morning Tea, ein Buffet Lunch, eine Obstplatte am Nachmittag, Kaffee, Tee und Wasser und alles weitere im Preis mit drin waren. Großartige Sache - Machen!

Am nächsten Tag wollte ich eigentlich am Exmouth Navy Pier, angeblich einem der fünf besten Tauchplätze Australiens, tauchen, aber leider war das Wetter die letzten Tage nicht so prickelnd und das Wasser dadurch sehr aufgewühlt - und die Sichtweite bei ca. zwei Metern. Also hab ich's bleiben lassen, man muss ja schließlich immer noch einen Grund haben nochmal wieder zu kommen, oder? ;-) Aber so insgesamt gesehen sind für mich jetzt wohl schon mehr Tauchgänge ausgefallen, als ich seit unserer Abreise gemacht habe. Und bald sind wir weg vom Meer :-(

Stattdessen waren wir dann mit dem Leihwagen im Cape Range NP unterwegs, der hat es auf jeden Fall auch verdient, beachtet zu werden. Schöne Dünen, ein Leuchtturm, prime Strände und unter 'normalen' Verhältnissen tolle Schnorchelreviere. Und Kängurus. Und Emus. Die Bilder sprechen wohl für sich, da muss ich nicht viel zu schreiben, oder?

Tolle Dünen gab's
Der Strand von Turquoise Bay
Diese Farbe hat das Wasser am Ningaloo Reef
Rosakakadus

Vlaming Head Lighthouse im Sonnenuntergang

Michi im Sonnenuntergang

Die Naval Communications Station mit Referenzwert - der Maßstab ist wirklich korrekt...